Lipoprotein (a)
... ein genetischer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Was ist Lipoprotein (a)?
Lp(a) ist ein LDL-ähnliches Partikel mit einer zusätzlichen Eiweißkomponente, dem sogenannten Apolipoprotein (a). Es fördert die Ablagerung von Plaques in den Arterien, was das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen kann.
Warum ist Lp(a) ein Risikofaktor?
- Erbliche Veranlagung: Der Lp(a)-Spiegel wird von den Genen bestimmt und bleibt ein Leben lang relativ konstant.
- Fördert Atherosklerose: Lp(a) begünstigt Entzündungen und Verkalkungen in den Blutgefäßen.
- Kein Einfluss durch Lebensstil: Anders als LDL-Cholesterin lässt sich Lp(a) nicht durch Diät oder Sport senken.
Wie kann man Lipoprotein (a) testen?
Ein einfacher Bluttest gibt Aufschluss über den Lp(a)-Wert. Da erhöhte Werte oft unbemerkt bleiben, empfehlen Experten eine einmalige Messung, insbesondere bei familiärer Vorbelastung für Herzkrankheiten.
Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?
Derzeit existieren keine spezifischen Medikamente zur Senkung von Lp(a). Neue Wirkstoffe befinden sich in der klinischen Erprobung. Bis dahin sind Maßnahmen wie eine gesunde Lebensweise und die Kontrolle anderer Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck, Diabetes) wichtig.
Fazit
Lipoprotein (a) ist ein oft übersehener, aber bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da es genetisch bedingt ist, sollten besonders Menschen mit familiärer Vorbelastung ihren Wert testen lassen und mit ihrem Arzt über mögliche Schutzmaßnahmen sprechen.